Zuviel Salz ist laut Öko-Test in der Suppe. Trotzdem werden die versalzenen Gemüsebrühen mit „gut“ bewertet. Das dürfte die Hersteller freuen, denn sie können ein Label kaufen und damit werben.

„Die meisten sind zu salzig“, kritisiert Öko-Test und schreibt: „Für das viele Salz „ziehen wir eine Note ab, denn wir finden: Jeder sollte zumindest die Chance auf eine salzarme Ernährung bekommen.“ Doch die haben Öko-Test Leserinnen und Leser gar nicht. Denn bekanntlich sehen sich die meisten nicht die detaillierten Testergebnisse an, sondern lediglich das Gesamturteil. Und das lautet für 15 versalzene Produkte „gut“. Erst recht haben diejenigen die Chance nicht, die das Heft nicht lesen und beim Einkauf einem Label „Öko-Test gut“ vertrauen.

Darüber hinaus gibt es ein weiteres, noch gravierenderes Problem. Mit einer 250 Gramm Portion isst man bis zu 2,8 Gramm Salz. Abgewertet werden Brühen ab 2,6 Gramm. Das ist mehr als die Hälfte der höchstens fünf Gramm, die die Weltgesundheitsorganisation WHO für alle Lebensmittel am Tag empfiehlt und mehr, als Öko-Test für die meisten anderen Lebensmittel toleriert. Lediglich Gemüsepizzen dürfen sogar 5,8 Gramm pro Portion enthalten, ohne abgewertet zu werden. 

Unseren gesamten Bericht über die Oktober-Ausgabe 2026 lesen Sie hier: https://www.testwatch.de/testwatch/873-oeko-test-oktober-2026.
 
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