Einleitung
In der Ausgabe 1/2026 hatten wir noch eine ganze Reihe von Fehlern gefunden. Immer weisen wir auch darauf hin, dass es weitere Fehler geben kann, die wir durch unsere Plausibilitätsprüfung nicht entdecken können. Tatsächlich muss Öko-Test in der aktuellen Ausgabe drei weitere berichtigen. So beim Heitmann Backofen-, Grill- und Kaminglasreiniger: „Fälschlicherweise hatten wir das Fehlen des Hinweises bemängelt, dass bei der Anwendung des stark alkalischen Produkts Handschuhe und Augenschutz zu tragen seien. Dieser Hinweis ist jedoch vorhanden und das Testergebnis Weitere Mängel verbessert sich beim Heitmann-Produkt somit von `befriedigend´ auf `gut´. Das `gute´ Testergebnis Inhaltsstoffe verschlechtert sich durch das inzwischen `gute´ Testergebnis Weitere Mängel nicht mehr und ergibt zusammen mit dem ebenfalls `guten´ Testergebnis Praxisprüfung eine neue Gesamtnote: Der Heitmann Backofen-, Grill- und Kaminglasreiniger verbessert sich von `befriedigend´ auf `gut´“, schreibt das Blatt. Da sich nur die Hersteller beschweren, die zu schlecht bewertet wurden, stellt sich selbstverständlich die Frage, wie viele zu gute Testergebnisse es in dem Heft noch gibt, durch die sich die Verbraucher in falscher Sicherheit wiegen.
Keine Fehler also im Heft 2/2026. So sollte unserer Bericht beginnen, weil wir in den Testergebnissen keine Fehler gefunden hatten. Doch dann haben wir an anderer Stelle nachgerechnet.
Unsere Einschätzung
Unsere Einschätzung: Im Test Studentenfutter fanden wir die ersten Fehler, aber nicht die letzten. Für drei Produkte ergeben die von Öko-Test aufgeführten Inhaltsstoffe nicht 100 Prozent.
Für das Jeden Tag Studentenfutter kommen wir auf 96,9 Prozent (der Internetseite der Zentralen Handelsgesellschaft zufolge sind sogar nur 9,0, nicht 9,4 Prozent Cashewkerne enthalten und wir kämen damit nur auf insgesamt 96,2 Prozent). Das Gut & Günstig Studentenfutter kommt auf 99,0 und das Clarkys Studentenfutter Classic 99,8 Prozent. Die Fehler haben zwar keinen Einfluss auf die Bewertung der Produkte. Aber es bleiben Fehler und sie werfen die Frage auf: Wo verbergen sich weitere, nicht so offensichtliche?
Bei den Herstellern hat Öko-Test nachgefragt, „woher die Nüsse und Früchte stammen?“ Denn das „erfährt man nur sehr selten direkt auf den Verpackungen. Die Produkte der Marken Maryland, Kluth und Seeberger sind die einzigen im Test, die die Herkunftsländer aller enthaltenen Zutaten auf der Packung angeben. Gut so, finden wir, denn Verbraucherinnen und Verbraucher sollten die Herkunft auf einen Blick erkennen und im Laden vergleichen können.“ Daher stellt sich uns doch die Frage, warum Öko-Test die dem Blatt bekannten Herkunftsländer nicht veröffentlicht. So darf der Drogeriemarkt Müller auf seiner Internetseite unwidersprochen behaupten, das Herkunftsland seines
Vielleicht wurden die Herkunftsländer nicht veröffentlicht, weil das deutlich machen würde, dass viele Rohstoffe aus Ländern mit prekären Arbeitsbedingungen stammen. So deklariert Kluth für sein Studentenfutter: „Sultanas = Südafrika, Türkei; Cashewkerne = Elfenbeinküste, Indonesien, Vietnam; Mandeln = Australien, USA; Pecannusskerne = USA, Mexiko, Südafrika; Blaubeeren = Chile, Polen, USA; Sauerkirschen = Polen, USA.“

Das wirft die nächste Frage auf: Warum wurde kein Test zur Unternehmensverantwortung (Corporate Social Responsibility – CSR) durchgeführt. Denn schon im Februar 2024 hatte die damalige Chefredakteurin Kerstin Scheidecker zum Test Orangensaft geschrieben: „Wenn die Ernten mickrig sind, dann heißt das nichts Gutes für die Arbeitsbedingungen auf den Plantagen. Umso wichtiger, dass sich offenbar immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher für gute und faire Arbeitsbedingungen in den Herkunftsländern ihrer Lebensmittel interessieren.“ Nur fünf der 19 Hersteller bekamen ein „(sehr) gut“. Alle anderen wurden wegen der CSR-Ergebnisse abgewertet. Zum Beispiel der Orangen Direktsaft ohne Fruchtfleisch von Tegut. Seine Inhaltsstoffe waren „sehr gut“, das CSR-Ergebnis war „mangelhaft“ und das Gesamturteil deswegen nur „ausreichend“. Es ist unschwer vorherzusagen, dass ähnliches auch „(sehr) gutem“ Studentenfutter passieren würde.
Das gleiche gilt für Agavendicksaft, Erdnüsse, Erdbeer-Fruchtaufstriche, Rapsöl, Paprikapulver und Linsen. Auch bei diesen Produkten wäre es umso wichtiger, dass sich „immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher für gute und faire Arbeitsbedingungen in den Herkunftsländern ihrer Lebensmittel interessieren.“ Können Sie aber nicht, weil Öko-Test sich nicht dafür interessiert – aus welchen Gründen auch immer.
Viele Fragen wirft auch der Test Körperöle auf. Und auch er enthält Fehler. Wir haben ihn und die anderen Tests in den gleichnamigen Reitern dokumentiert und kommentiert.
Fazit: Sie sehen, die Tests werfen mehr Fragen auf, als sie beantworten. Verbraucher können und sollten sich nicht auf sie verlassen.
Körperöle
Im Test Rapsöle (8/2024) wurden die Produkte auf Pestizide, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Weichmacher und Mineralölbestandteile untersucht, im Vorgängertest Körperöle (11/2022) auch auf gesundheitlich bedenkliche, oft Allergien auslösende halogenorganische Verbindungen (AOX). Sojaprodukte lässt Öko-Test regelmäßig auf gentechnische veränderte Bestandteile testen. Alle diese Schad- und Problemstoffe spielen für das Blatt im aktuellen Test keine Rolle, obwohl verschiedene in der Vergangenheit in den Ölen gefunden wurden und niemand sie sich auf die Haut schmieren will. Zudem stellt sich die Frage, warum Backofenreiniger (1/2026) auf AOX untersucht und abgewertet werden, obwohl die nicht mit der Haut in Berührung kommen und keine Allergien auslösen können, die Körperöle aber nicht?
Das Isana Body & Face Oil Moments of Marula von Rossmann enthält der Tabelle zufolge Citral und Citronellol. Das stimmt zwar, aber auch die Duftstoffe Linalool und Limonene, die Öko-Test offenbar übersehen hat. Ebeno wie Benzyl Benzoate, Benzyl Salicylate, Citral, Limonene und Linalool im Diaderma Citro Body Oil. Auch bei anderen Ölen hat man verschiedene Duftstoffe übersehen.





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INCI-Bezeichnungen der jeweils an 1. bis 3. Stelle deklarierten Inhaltsstoffe (= Hauptbestandteile) in der Liste der Bestandteile (Ingredients): Benzoeharzextrakt = Styrax Benzoin Resin Extract; Cetearylethylhexanoat = Cetearyl Ethylhexanoate; Decyloleat = Decyl Oleate; Dicaprylylcarbonat = Dicaprylyl Carbonate; Dicaprylylether = Dicaprylyl Ether; Distelöl = Carthamus Tinctorius Seed Oil; Dodecan = Dodecane; Ethylhexylstearat = Ethylhexyl Stearate; Hagebuttenkernöl = Rosa Moschata Seed Oil; Isopropylmyristat = Isopropyl Myristate; Jojabaöl = Simmondsia Chinensis Seed Oil; Kokosfettalkoholester = Coco-Caprylate/Caprate; Laurinfettsäureester= Isoamyl Laurate; Lavandinöl = Lavandula Hybrida Herb Oil; Mandelöl = Prunus Amygdalus Dulcis Oil; Neutralöl = Caprylic/Capric Triglyceride; Olivenöl = Olea Europaea Fruit Oil; Palmitinfettsäureester = Isopropyl Palmitate; Pflanzenöl = Olus Oil oder Vegetable Oil; Rosenblütenextrakt = Rosa Damascena Flower Extract; Sesamöl = Sesamum Indicum Seed Oil; Sheabutter = Butyrospermum Parkii Butter; Sojaöl = Glycine Soja Oil; Sonnenblumenhybridöl = Helianthus Annuus Hybrid Oil; Sonnenblumenöl = Helianthus Annuus Seed Oil; Traubenkernöl = Vitis Vinifera Seed Oil; Vitamin E = Tocopherol oder Tocopheryl Acetate; Wasser = Aqua; Wollwachs = Lanolin.
Anmerkungen: 1) Weiterer Mangel: Duftstoffe nicht deklariert, aber im Labor gemessener Gehalt >10mg/kg (hier: Benzylbenzoat). Gehalte an Duftstoffen können unter anderem je nach Alter des Produkts schwanken. Benzylbenzoat-Allergiker sollten das oder die entsprechende/n Produkt/e vorsichtshalber nicht verwenden. 2) Weiterer Mangel: Umweltauslobung ohne ausreichende Information oder konkrete Fundstelle auf dem Produkt (hier: „nachhaltiges Braunglas“). 3) Weiterer Mangel: Wirkversprechen vom Anbieter nicht durch produktspezifische Studie ausreichend belegt (hier: Diaderma: „straffend“; Frei Öl: „hilft feine Linien und Falten zu mindern“; Kneipp: „strafft die Haut“). 4) Duftstoff/e deklariert, aber im Labor nicht nachgewiesen (hier: Alterra: Geraniol; Alverde: Citral; L‘Occitane: Geraniol; Raw: Cinnamal, Geraniol, Citronellol, Eugenol; Rituals: Citral; Sonett: Geraniol; Terra Naturi: Citral, Geraniol; Weleda: Citral, Farnesol). Gehalte von Duftstoffen können unter anderem je nach Alter und Zusammensetzung des Produkts schwanken. Cinnamal-, Citral-, Citronellol-, Eugenol-, Farnesol- bzw. Geraniol-Allergiker sollten die entsprechenden Produkte vorsichtshalber nicht verwenden. 5) Laut Anbieter wird in den nächsten Monaten der Hinweis zur mikroplastikfreien Rezeptur auf der Verpackung entfernt, Produkt und Rezeptur blieben ansonsten unverändert. 6) Laut Anbieter wird das Produkt Ende Januar 2026 aus dem Sortiment genommen und ab Februar 2026 durch ein neues Produkt mit neuer Formulierung und Verpackung ersetzt. 7) Laut Anbieter hat das Produkt seit 7/2025 ein neues Layout aufgrund zukünftig lt. VO (EU) 2023/1545 zu deklarierender allergener Duftstoffe und den neuen EAN-Code 4003583224074, dabei sei die Rezeptur unverändert. 8) Laut Anbieter wird das Produktdesign geändert. Dabei werde die Pro Climate-Auslobung entfernt, das Produkt erhalte die neue GTIN 4066447941616 und sei verfügbar ab Juni 2026, Rezeptur und Formulierung blieben unverändert. 9) Laut Anbieter wird das Produkt ab Produktion im Januar 2026 ein kleineres Etikett erhalten. 10) Laut Anbieter steht die Angabe zur Period-After-Opening (PAO, Haltbarkeit ach dem Öffnen, Tiegel-Symbol) mittlerweile auf der Rückseite der Glasflasche.
Holzpflegeöle
Im Test Holzöle rät Öko-Test, man solle „Holzspielzeug nur mit speziell dafür ausgelobten Produkten einölen.“ Das hört sich nach einem guten Rat an. Doch es ist ein schlechter und zeigt, dass man nicht versteht, was die eigenen Testergebnisse bedeuten. Denn ein Blick in die Testtabelle zeigt: Zwei der dafür ausgelobten Produkte sind „ungenügend“ (PNZ Öl Innen, farblos) bzw. „mangelhaft“ (Hornbach Holzöl, farblos), zwei weitere (Osmo Top Oil High Solid, farblos matt und Bondex Holzöl, farblos) erreichen gerade mal ein „ausreichend“. Da nur 19 von sicherlich über 100 Produkten auf dem Markt getestet wurden, dürfte Öko-Test mit seinem schlechten guten Rat viele Eltern dazu veranlassen, guten Gewissens gesundheitliche bedenkliche, „mangelhafte“ und „ungenügende“ Öle für das Kinderspielzeug zu verwenden.
Doch was kann man Lesern raten? Der richtige Schluss aus den Testergebnissen wäre, nur Öle zu kaufen, deren Hersteller auf der Dose versichern, dass sie vollständig deklariert sind. Anders als beispielsweise das Hornbach Holzöl, farblos. Das enthält der Deklaration zufolge zwar Allergien auslösendes BIT. Aber Öko-Test hat es nur „in Spuren“ gefunden. „Mangelhaft“ ist es vor allem wegen der Problemstoffe Phthalsäureanhydrid und Zinkpyrithion. Beide sind auf hornbach.de nicht deklariert, auf der Dose fehlt Phthalsäureanhydrid, das zur Abwertung um zwei Noten führt
Auch der zweite Rat ist ein schlechter. „Wer Holzöle in der Küche, etwa für Schneidebretter, verwenden will, sollte darauf achten, dass sie für den Kontakt mit Lebensmitteln geeignet sind“, so Öko-Test. Das schlechteste so ausgelobte Produkt ist zwar noch „ausreichend“, aber es dürfte auch von denen etliche „mangelhafte“ oder „ungenügende“ geben.
*Laut Hersteller. Der Anwendungsbereich wurde gekürzt, es wurden nur die aus unserer Sicht relevanten beziehungsweise besonderen Punkte dargestellt.
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Abkürzungen: BIT = Benzisothiazolinon, CIT = Chlormethylisothiazolinon, MIT = Methylisothiazolinon, IPBC = 3-Iod-2-propinyl-butylcarbamat, OSB = Oriented Strand Board (Platte aus ausgerichteten Spänen), VOC = flüchtige organische Verbindungen, VdL = Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V.
Anmerkungen: 1) Weiterer Mangel: Angabe der Inhaltsstoffe auf dem Gebinde entspricht nicht der VdL-Richtlinie. 2) Weiterer Mangel: Die Zusammensetzung im online abrufbaren Sicherheitsdatenblatt auf der Herstellerwebseite bzw. -onlineshop unterscheidet sich von der Version des Sicherheitsdatenblattes, die der Hersteller auf Anfrage zur Verfügung gestellt hat. 3) Weiterer Mangel: Umweltauslobung ohne ausreichende Information oder konkrete Fundstelle dazu auf dem Produkt (hier: PNZ Öl Innen, farblos: „CO2E neutral validiert durch SCBTI in scope 1-3“). 4) Weiterer Mangel: Nachweis von Oximen in einem als „oximfrei“ deklarierten Produkt (hier: 4-Methyl-2-pentanon-oxim). 5) Weiterer Mangel: Produkt ist als lösemittelfrei deklariert, weist jedoch einen gemessenen VOC-Gehalt von 700 mg/kg oder mehr auf. 6) Weiterer Mangel: Der gemessene VOC-Gehalt des Produkts liegt über dem deklarierten maximalen VOC-Gehalt auf der Verpackung und/oder im technischen Datenblatt. 7) Weiterer Mangel: Zwei bis vier der gemäß VdL-Richtlinie empfohlenen Gefahr- oder Sicherheitshinweise fehlen (hier: Adler Legno Pflegeöl: b), f); Auro Arbeitsplattenöl c), e), f), g); Bio Pin Möbelöl, Multi-Öl, Osmo Top Oil High Solid, PNZ Öl Innen, Ultra Nature Innen Arbeitsplattenöl f), g); Bondex Holzöl e), f), g); Clou Pflegeöl, Remmers Pflege-Öl a), b), f), g); Ikea Trixig Holzöl e), f); Renuwell Möbel-Öl b), f), g); Swingcolor Arbeitsplattenöl a), f), g); Poliboy Möbel Öl, Pronto Möbel-Öl b), c), f), g)). 8) Weiterer Mangel: PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Siegelfolie. 9) Weiterer Mangel: Produkt ist als geruchsarm oder geruchsneutral deklariert, der Hersteller konnte uns auf Anfrage jedoch keine ausreichenden produktbezogenen Nachweise liefern (hier: Clou Pflegeöl, Obi Holz-Öl, Toom Arbeitsplatten-Öl, Vincent Arbeitsplatten-Öl: „geruchsarm“; Poliboy Möbel-Öl: „geruchsneutral“). 10) IPBC auf dem Gebinde deklariert, aber im Labor nicht nachgewiesen. 11) 2-Ethylhexansäure im Sicherheitsdatenblatt deklariert, aber im Labor nicht nachgewiesen. Laut Anbieter wird 2-Ethylhexansäure seit Sommer 2025 nicht mehr in dem Produkt eingesetzt. 12) Laut Anbieter wird die Siegelfolie standardmäßig nicht verwendet, sondern nur angebracht, wenn das Produkt aus dem Onlineshop verschickt wird, um Transportschäden vorzubeugen.
Studentenfutter
*laut Deklaration und/oder Herstellerangabe. Die in der Tabelle dargestellten Zutaten sind nach unserem Ermessen gekürzt bzw. zusammengefasst.
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Abkürzungen: MOSH = gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe, MOAH = aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe, DGHM = Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie, PFAS = per- und polyfluorierte Alkylverbindungen.
Anmerkungen: 1) Weiterer Mangel: keine Angabe des Ballaststoffgehaltes. 2) Weiterer Mangel: Angabe einer unserer Ansicht nach zu kleinen Portion von weniger als 30 Gramm zur Berechnung der Nährwerte. 3) Weiterer Mangel: fehlender Warnhinweis zum Erstickungsrisiko für Kleinkinder durch Nüsse. 4) Weiterer Mangel: Umweltauslobung ohne ausreichende Informationen oder konkrete Fundstelle auf dem Produkt (hier: „Rapunzel Bio-Cent für eine lebenswerte Welt“). 5) Weiterer Mangel: fehlende Ursprungskennzeichnung für (geröstete) Nüsse und/oder Trockenfrüchte auf dem Produkt. 6) Laut Anbieter ist das Produkt seit Dezember 2025 / Anfang Januar 2026 mit einer neuen Verpackung und Rezeptur erhältlich. Die Paranüsse seien durch Walnüsse ersetzt worden. 7) Laut Anbieter könnten sich derzeit noch Restbestände des Produkts im Design zum Kinofilm „Pumuckl und das große Missverständnis“ im Handel befinden. Es handle sich lediglich um eine kurzzeitige Designänderung. 8) Laut Anbieter befand sich das Produkt bereits während des Testzeitraums im Abverkauf und wurde aufgrund der Testergebnisse im Dezember aus dem Verkauf genommen. Seit Januar werde das Nachfolge-Produkt „Ardilla Studentenfutter naturell“ ausgeliefert. 9) Laut Anbieter wird die Herkunftsangabe für die Rosinen auf der neuen Folie, die sich ab März/April im Handel befinden werde, aufgedruckt. 10) Laut Anbieter ist das Produkt seit Januar mit einer anderen Nuss-Mengenverteilung und einer neuen Weinbeer-Sorte auf dem Markt. 11) Laut Anbieter ist das Studentenfutter voraussichtlich ab Februar mit einer veränderten Deklaration und einem neuen Verpackungsdesign erhältlich. Unter anderem werde der Warnhinweis zum Erstickungsrisiko für Kleinkinder durch Nüsse ergänzt. 12) Laut Anbietergutachten zum chargengleichen Produkt lagen MOSH der Kettenlänge C17 bis C35 unter der Bestimmungsgrenze.
Jodiertes Speisesalz
Zum Test Multivitaminsaft (1/2026) haben wir geschrieben: Zunächst die gute Nachricht. Wir hatten wiederholt kritisiert, dass Öko Test sich dafür interessiert, ob Nagellack, Gesichtscremes oder Kneten vegan sind, das Thema bei Lebensmitteln seit längerem aber keine Rolle mehr spielte. Diese Kritik hat man offenbar angenommen, zumindest im Test Multivitaminsaft. Im Test jodiertes Speisesalz ist es damit schon wieder vorbei. Möglicherweise, weil man davon ausgeht, dass die Produkte grundsätzlich vegan sind. Sind sie aber nicht. So kann das Kotányi Meersalz fein jodiert „Spuren von glutenhaltigem Getreide, Ei, Soja, Sellerie, Sesam, Milch (Laktose) und Senf enthalten.“
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Anmerkungen: 1) Weiterer Mangel: fehlende Angabe des Jodgehaltes auf der Verpackung. 2) Weiterer Mangel: Umweltauslobung ohne ausreichende Information oder konkrete Fundstelle auf dem Produkt (hier: „Wir schützen unser Ökosystem. Mehr als 400 Vogel- und Pflanzenarten sind in der Region um Aigues-Mortes zu Hause. Wir fördern die Erhaltung der Flora und Fauna in unseren Salzgärten und schützen somit die Umwelt.“ 3) Laut Hersteller ist temporär ein neues Verpackungslayout im Umlauf. Rezeptur sowie EAN sei unverändert. 4) Laut Anbieter wird auf der Verpackung künftig kein Nutri-Score mehr abgedruckt sein. 5) Produkt ist bio-zertifiziert.
Trockenshampoos
Im Test Trockenshampoos heißt es: „PEG/PEG-Derivate waren laut Inhaltsstofflisten in keinem Produkt enthalten.“ Sie werden nach Öko-Test-Logik nur erwähnt, weil man Produkte mit PEG/PEG-Derivaten abgewertet hätte. Warum man das in den Tests Silbershampoo und Duschshampoos für Kinder (10/2025) nicht getan hat, entzieht sich unserer Kenntnis. Fest steht allerdings, dass unter anderem das Provoke Touch of Silver Aufhell- Shampoo, das L’Oréal Elvital Color Glanz Purple Shampoo, das Bübchen Shampoo & Duschgel Pikachu 2in1 und das Fa Kids 2in1 Dusch gel & Shampoo süßer Beerenduft PEG/PEG-Derivate, ohne das Öko-Test in den Emulgatoren, die die Haut durchlässiger machen können für Schadstoffe, in diesen Produkten ein Problem gesehen hat.
Wie bei den Körperölen hat man auch in diesen Test bei etlichen Produkten Duftstoffe übersehen. Beispielsweise beim Aveo Trockenshampoo pure Frische Linalyl Acetate, Terpineol, Camphor, Carvone, Limonene und Linalool und beim Colab Trockenshampoo Original Duft Limonene und Hexyl Cinnamal.
Nicht zuletzt wurden im Vorgängertest (1/2022) auch halogenorganische Verbindungen (AOX) problematisiert. Wie im Test Körperöle stellt sich daher die Frage, warum Backofenreiniger (1/2026) auf AOX untersucht und abgewertet werden, obwohl die anders als Trockenshampoos nicht mit der Haut in Berührung kommen und keine Allergien auslösen können.
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Abkürzungen: AGES = Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, BVL = Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
Anmerkungen: 1) Weiterer Mangel: synthetische Polymere (hier: „Polyquaternium-11“). 2) Duftstoff deklariert, aber im Labor nicht nachgewiesen. Gehalte an Duftstoffen können unter anderem je nach Alter des Produkts schwanken. Allergiker sollten das Produkt vorsichtshalber nicht verwenden (hier: Batiste, Cien, Rituals: „Citronellol“; Alverde, Isana, L´Oreàl, Joolea, Swiss O-Par: „Geraniol“; Hairwell, Colab, Lacura: „Citronellol und Geraniol“; Alterra: „Citral und Geraniol“). 3) Laut Anbieter gibt es eine Änderung der Rezeptur. Die neue Variante ohne Talkum werde voraussichtlich ab Februar/März 2026 erhältlich sein. 4) Laut Anbieter hat sich die Verpackung des Produktes geändert und wird ab Januar 2026 im Handel verfügbar sein. Die Rezeptur, EAN sowie Design und Auslobungen blieben unverändert. 5) Laut Anbieter wird es ab März 2026 einen Relaunch hinsichtlich der Ausformulierung von Heliotropin sowie nicht biologisch abbaubaren Polymeren geben. 6) Laut Anbieter wird das Layout umgestellt. Es werde einen neuen EAN Code mit GTIN: 4053776010069 geben, die Rezeptur bleibe unverändert. 7) Laut Anbieter wird das Trockenshampoo abverkauft und nicht mehr produziert. Mittelfristig werde das Produkt das Sortiment verlassen. 8) Das Produkt trägt keine Vegan-Auslobung. Der Anbieter teilte uns auf Anfrage mit, dass es vegan sei. 9) Laut Anbieter wird das Layout des Produkts angepasst. Verfügbar sei es voraussichtlich ab KW19 in 2026 mit der GTIN 4066447919240. 10) Laut Anbieter werden Rezeptur und Auslobungen leicht verändert. Das angepasste Produkt sei voraussichtlich ab Mai 2026 mit der GTIN 4066447989328 verfügbar. 11) Laut Anbieter wird das Druckbild verändert, die Rezeptur bleibe gleich. Das angepasste Produkt sei voraussichtlich ab Frühjahr/Sommer 2026 mit der GTIN 4066447973594 erhältlich. 12) Auf der Verpackung ist zwar kein Veganblume-Label abgedruckt, der Anbieter hat uns aber ein entsprechendes Zertifikat vorgelegt.
Bio-Agavendicksaft
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Anmerkungen: 1) Laut Anbieter wurde inzwischen die Grammatur des Artikels von 250 Milliliter auf 360 Milliliter erhöht. Die Restbestände würden noch abverkauft, während der neue Artikel bereits in den Märkten erhältlich sei. 2) Laut Hersteller findet in den nächsten drei Monaten eine Umstellung der Verpackung statt. Künftig werde das Produkt mit neuem Originalitätsverschluss ohne Siegeletikett verkauft. 3) Laut Hersteller wurde inzwischen das Layout angepasst, die Rezeptur bleibe unverändert. 4) Laut Hersteller ist die Firma „Lorenz & Lihn GmbH & Co. KG“ inzwischen vollständig in die „Reformkontor GmbH & Co. KG“ übergegangen, auf neueren Chargen sei „Reformkontor“ angegeben. 5) Laut Anbieter bzw. Hersteller ist das Produkt inzwischen in einer neuen Verpackung erhältlich. Das Produkt befände sich nun in einem neuen Squeezer mit neuem Deckel sowie angepassten Etiketten. Die Rezeptur, Zusammensetzung und Qualität blieben unverändert. 6) Laut Anbieter wurde zwischenzeitlich das Verpackungsdesign verändert und das Produkt sei derzeit in zwei Versionen im Handel verfügbar. 7) Laut Anbieter findet im März ein Lieferantenwechsel statt, das getestete Produkt des Lieferanten Atrium Import GmbH werde dann sukzessive abverkauft. 8) Laut Anbieter findet im Februar ein Lieferantenwechsel statt, das getestete Produkt des Lieferanten Europe Fi Naturals werde dann sukzessive abverkauft.
Babyfläschchen
*Preise jeweils für Verpackungseinheiten: je eine Flasche mit Sauger / je zwei Ersatzsauger.
** nur Flaschenkörper, ohne Saugaufsatz.
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Abkürzungen: BPA = Bisphenol A, k.A. = keine Angabe, PP = Polypropylen, PPSU = Polyphenylsulphon, PAK = Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe.
Anmerkungen: 1) Weiterer Mangel: fehlender Sicherheitshinweis nach DIN 14350 (hier: „Bringen Sie niemals Schnüre, Bänder, Schnürsenkel oder Teile von Kleidungsstücken an das Produkt an. Strangulationsgefahr!“). 2) Weiterer Mangel: fehlender Sicherheitshinweis nach DIN 14350 (hier: „Vor jedem Gebrauch den Ernährungssauger überprüfen und in alle Richtungen ziehen. Bei ersten Anzeichen von Schäden oder Schwachstellen wegwerfen.“). 3) Weiterer Mangel: PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung. 4) Weiterer Mangel: eine Auslobung, die suggeriert, dass das Produkt frei von BPA ist, auf einem Produkt, bei welchem BPA nachgewiesen wurde. 5) Laut Hersteller wird das Produkt zukünftig in einem veränderten Verpackungsdesign erhältlich sein. 6)
Laut Anbietergutachten wurde ein niedrigerer BPA-Gehalt ermittelt, der aber zu gleicher Abwertung geführt hätte. Die Vorbehandlung der Probe war nicht mit der von ÖKO-TEST verwendeten Methode identisch. Der Hersteller hat zudem angekündigt, die Auslobung „BPA frei“ zukünftig von der Verpackung zu entfernen. 7) Laut Anbietergutachten lag der BPA-Gehalt unter der Bestimmungsgrenze, die Vorbehandlung der Probe war nicht mit der von ÖKO-TEST verwendeten Methode identisch.