Die beiden Wortbestandteile „Öko“ und „Test“ standen für eine ökologische Ausrichtung und verlässliche Verbraucherberatung auf der Grundlage von fundierten Tests. Doch wofür steht das Heft heute?

Einleitung

Im Test weiße Wandfarben sind drei von 19 nicht „(sehr) gut“. Zwei von denen wurden unter anderem abgewertet, weil die Farbeimer weniger als 30 Prozent Rezyklat-Kunststoff enthalten. Im Test Apfelessig liegt die Abwertungsgrenze bei 50 Prozent, in den Tests Reinigungsmilch, Junior-Zahnpasta und Fußpflege sind es wieder 30 Prozent. 

Im Test Fußpflegemittel wird die Ahava Dermud Nouris hing Foot Cream um drei Noten abgewertet, weil sie den künstlichen Moschusduftstoff Galaxolid enthält. Die Teeprosyn Fusspflege Creme rauscht wegen Teebaumöl gleich um vier Noten in die Tiefe.

Unsere Einschätzung

Unsere Einschätzung: Im Test Mundspülungen (9/2024) wurde Teebaumöl nicht um vier, sondern nur um zwei Noten abgewertet. Zur Begründung für die Abwertung im aktuellen Test Fußpflege schreibt Öko-Test: „Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes ziehen wir schon seit Beginn der Diskussion Noten für den Einsatz von Teebaumöl ab – im Fall der Teeprosyn-Creme aufgrund des hohen Gehalts über dem Konzentrationsgrenzwert gleich vier Noten.“ Das ist nachvollziehbar. 

Schwierigkeiten mit der Nachvollziehbarkeit haben wir mit der Abwertung des künstlichen Moschusduftstoffes Galaxolid um drei Noten. Dazu heißt es im Text: „EU-Kommission prüft derzeit eine Einstufung des Duftstoffs als reproduktionstoxisch der Kategorie 1B (wahrscheinlich reproduktionstoxisch beim Menschen), was ein Verbot nach sich ziehen könnte. In diese Kategorie werden Stoffe eingestuft, wenn Langzeit-Tierversuche auf eine ähnliche Wirkung beim Menschen hinweisen. Diese CMR-Stoffe, also kanzerogene, mutagene oder reproduktionstoxische Stoffe der Kategorie 1 werten wir um drei Noten ab, vorbeugend auch bei Fällen, die derzeit noch von der EU geprüft werden.“ 

Doch nur ein Heft zuvor im Juli wurde der Stoff im Test Deosprays ohne Aluminium nur um zwei Noten abgewertet. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse können nicht der Grund für die Neubewertung sein. Denn in beiden Heften heißt es wortgleich. „Aktuell schlägt die Europäische Chemikalienagentur ECHA vor, Hexamethylindanopyran (Galaxolid/HHCB) und Acetylhexamethyltetralin (Tonalid/ATNE, INCI: Acetyl Hexamethyl Tetralin) als CMR-Stoffe der Kategorie 1B einzustufen, weil sie vermutlich reproduktionstoxisch beim Menschen sind. Für Galaxolid soll der Gefahrenhinweis `Kann das Kind im Mutterleib schädigen´ und für Tonalid `Kann das Kind im Mutterleib schädigen. Kann vermutlich die Fruchtbarkeit beeinträchtigen´ nach der CLP-Verordnung verpflichtend werden. Eine Entscheidung über die Aufnahme der neuen Einstufungen in die CLP-Verordnung wird nicht vor 2027 erwartet. Zudem stehen beide Stoffe im Verdacht, dass sie das Hormonsystem beeinträchtigen könnten, weshalb sie im Rahmen des EU-Aktionsplans CoRAP zur Neubewertung anstehen.“ 

Auch andere CMR-Stoffe wie Talkum werden weniger streng abgewertet. So heißt es im Test Trockenshampoos in der Februar-Ausgabe 2026: „Mittlerweile gibt es Hinweise darauf, dass Talkum auch unabhängig von Asbest-Verunreinigungen ein Krebsrisiko darstellt. 2024 hat die Internationale Agentur für Krebsforschung asbestfreies Talkum als wahrscheinlich krebserregend für Menschen eingestuft. Zudem hat der Ausschuss für Risikobewertung (RAC) der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) vorgeschlagen, Talkum als CMR-Stoff der Kategorie 1B (wahrscheinlich krebserregend beim Menschen) einzustufen, was ein Verbot des Stoffs in Kosmetik nach sich ziehen würde.“ Trotzdem führte Talkum nur zur Abwertung um zwei Noten. 

Völlig ratlos macht uns die Bewertung der Verpackungen. Im Test Mineralwasser im vergangenen Heft akzeptierte man Plastik-Flaschen, die nur zu 65 Prozent aus Rezyklat bestehen, obwohl einige Hersteller im Test zeigen, dass 100 Prozent möglich sind. Im aktuellen Test Apfelessig gibt man sich sogar mit nur 50 Prozent zufrieden, obwohl 100 möglich wären. „PET-Flaschen für Apfelessig können grundsätzlich zu 100 Prozent aus Rezyklat (rPET) bestehen, da das chemisch gereinigte Material beständig gegen verdünnte Säuren ist und die europäischen Vorgaben für den direkten Lebensmittelkontakt erfüllt“, sagt die von uns befragte künstlich Intelligenz von Google. In beiden Fällen beruft Öko-Test sich auf gesetzliche Vorgaben. Allerdings fordert das Blatt von den Herstellern regelmäßig mehr als der Gesetzgeber. Das dürfen und sollen Testveranstalter entsprechenden Gerichtsurteilen zufolge sogar. 

Im Test Fußpflege besteht der Tiegel der Pink Peppermint Fusscreme zu 100 Prozent aus Rezyklat. Allerdings hat der Hersteller Lush keinen Nachweis dafür vorgelegt. Dass aber mehr möglich wären als die von Öko-Test geforderten 30 Prozent, zeigen mehrere Anbieter wie dm und Rossmann. Warum man sich mit einem so geringen Anteil auch bei den Farbeimer zufrieden gibt, wird nicht erklärt. Dabei besteht der Eimer des Premiumweiß von Toom zu 94 Prozent aus Altkunststoff. Das heißt nichts anderes, als dass auch 100 Prozent möglich wären. Genauso wie für die Flaschen der Reinigungsmilch, für die Rossmann bereits 87 Prozent einsetzt. Auch im Test Junior-Zahnpasten wären mehr als 30 Prozent drin. Schließlich hat es Laverana schon im Juni 2025 für die Tube seiner Zahncreme Kids Bio-Calendula & Calcium, ab dem ersten Milchzahn auf 51 Prozent gebracht. 

Die Reinigungsmilch von Weleda wird wegen des Umkartons bemängelt, „der aus unserer Sicht eine unnötige doppelte Verpackung darstellt“. Allerdings hat Öko-Test offenbar nicht realisiert, dass die Tube zu 100 Prozent aus Aluminium besteht. Ohne Umkarton würde sie beim Transport zerknittern und wäre damit unverkäuflich. 

Zu PEG/PEG-Derivaten heißt es im Test Fußpflege: „Von den Verbindungen können etliche die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen. (…) Der Einsatz von führt bei der Ahava-Creme und drei weiteren Produkten zu Notenabzug.“ Noch leichter durchlässig für Fremd- und Schadstoffe sind die Schleimhäute im Mund. Trotzdem sind die PEG/PEG-Derivate in der Odol- Med 3 Juniorzahn und der Sensodyne Proschmelz Junior Zahnpasta dem Blatt nicht einmal eine Erwähnung wert, geschweige denn eine Abwertung der beiden Produkte. 

Fazit: Aktuell können wir nicht erkennen, dass Öko-Test für eine ökologische Ausrichtung und verlässliche Verbraucherberatung auf der Grundlage von fundierten Tests steht. Wir sehen eher eine Menge Konzeptionslosigkeit.

Weiße Wandfarbe

* Laut Deklaration beziehungsweise Hersteller und/oder Anbieter, basierend auf einmaligem Anstrich bei Deckkraftklasse 1 (Preisangabe basierend auf Zehn-Liter-Gebinde).
Fett gedruckt sind Mängel.
Abkürzungen: BIT = Benzisothiazolinon, CLP-Verordnung = Verordnung über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen (Classification, Labelling and Packaging); VdL = Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V.
Anmerkungen: 1) Weiterer Mangel: keine Angabe der Inhaltsstoffe auf dem Gebinde in Anlehnung an die VdL-Richtlinie . 2) Weiterer Mangel: fehlender Hinweis „Kann allergische Reaktionen hervorrufen“ bei Produkten, die BIT in gemessenen Gehalten von 0,0036 % bis 0,036 % enthalten 3) Weiterer Mangel: fehlende Angabe zur Nassabriebklasse auf dem Gebinde. 4) Weiterer Mangel: fehlende Warn- und Sicherheitshinweise in Anlehnung an den Blauen Engel (hier: Einfach Schöner Farbwelten: e), i); Südwest: a) bis i); Profitan: a) bis g); Pocoline: a), e); Auro: b), c), d), e), g), h)). 5) Weiterer Mangel: Umweltauslobung ohne ausreichende Information oder konkrete Fundstelle auf dem Produkt (hier: „umweltfreundlich“). 6) Laut Anbieter befindet sich das Verpackungslayout aktuell in einer Umstellung. 7) Laut Anbieter fließt das Produkt inzwischen mit neuem Verpackungslayout in den Handel ein. 8) Laut Anbieter wird BIT zur Erhaltung der Lagerstabilität eingesetzt. Nach Abverkauf aktueller Bestände wolle man zukünftig konservierungsmittelfreie Rohstoffe verwenden. 9) Laut Anbieter wird für das 10-L-Gebinde bereits Post-Consumer-Rezyklat eingesetzt.
 

Naturtrüber Apfelessig

 
* Laut Deklaration beziehungsweise Hersteller und/oder Anbieter.
Fett gedruckt sind Mängel.
Abkürzungen: PCR = Post-Consumer-Rezyklat.
Anmerkungen: 1) Weiterer Mangel: PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Deckeldichtung. 2) Weiterer Mangel: eine Auslobung, die sich nicht auf das Endprodukt bezieht (hier: „laut Gesetz ohne Zuckerzusatz“ mit Bezug zum Ausgangsprodukt Apfeldirektsaft). 3) Weiterer Mangel: Umweltauslobung ohne aus reichende Information dazu auf dem Produkt (hier: Ener Bio: „Produkt wird im Einklang mit der Natur und in Verantwortung für nachfolgende Generationen hergestellt“; Beutelsbacher: „Wir leben von der Natur. Helfen Sie der Natur für ihre Gesundheit - aktiver Umweltschutz mit Beutelsbacher Produkten“; Voelkel: „ECO n GOOD“). 4) Laut Anbieter soll ab der nächsten Abfüllung, die voraussichtlich im August stattfinde, ein PVC-freier Verschluss eingesetzt werden. Erkennbar sei das neue Produkt an einem goldfarbenen statt des grünen Verschlussdeckels sowie der Chargennummer 110018. Außerdem solle bei dem Produkt das Etikett angepasst werden. Eigenen Angaben zufolge bezieht Aldi Süd diese Marke auch von einem weiteren Lieferanten. 5) Laut Anbieter fand eine Produktumstellung auf Bioland-Qualität statt. Das neue Produkt sei seit Juni erhältlich und am GTIN-Code 4066447990805 sowie am Bioland-Verbandslogo erkennbar. 6) Laut Anbieter wird das Produkt seit spätestens Juni von einem anderen Lieferanten bezogen. Das neue Produkt sei erkennbar am GTIN-Code 4311501189443. 7) Laut Anbieter wird das Layout des Vorderetiketts angepasst. Die geänderte Verpackung fließe spätestens ab September 2026 in den Handel ein. 8) Laut Anbieter wird das Layout des Vorderetiketts angepasst und unter anderem der „Bewusst nachhaltig“-Kasten entfernt. Die geänderte Verpackung fließe seit Juni 2026 in den Handel ein.
 

Fußpflege

 
* Laut Deklaration beziehungsweise Hersteller und/oder Anbieter.
** Duftstoff Citral, Farnesol, Cumarin, Eugenol oder Citronellol deklariert, aber im Labor gemessener Wert auf oder unterhalb der Deklarationsgrenze von 10 mg/kg. Gehalte von Duftstoffen können unter anderem je nach Alter und Zusammensetzung des Produkts schwanken. Citral-/Farnesol-/Cumarin-/ Eugenol-/Citronellolallergiker sollten das Produkt vorsichtshalber nicht verwenden.
Fett gedruckt sind Mängel.
Anmerkungen: 1) Weiterer Mangel: Silikone und/oder synthetische Polymere als weitere Kunststoffverbindungen (hier: Dr. Scholl‘s: Cyclopentasiloxane, Dimethicone; O‘Keeffe‘s: Dimethicone, Acrylate/C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer; L‘Occitane: Hydroxyethyl Acrylate/Sodium Acryloyldimethyl Taurate Co polymer; Neutrogena, The Body Shop: Dimethicone). 2) Weiterer Mangel: Umkarton, der aus unserer Sicht eine unnötige doppelte Verpackung darstellt. 3) Duftstoff deklariert, aber im Labor nicht nachgewiesen. Gehalte an Duftstoffen können unter anderem je nach Alter des Produkts schwanken. Allergiker sollten das Produkt vorsichtshalber nicht verwenden (hier: Teeprosyn: Benzylalkohol, Geraniol; Alviana, Gehwol, Tetesept: Geraniol) 4) Weiterer Mangel: deklarationspflichtiger Duftstoff nicht deklariert, aber im Labor über der Deklarationsgrenze gemäß EU-Kosmetikverordnung 1223/2009 von 10 mg/kg nachgewiesen (hier: Benzylalkohol) 5) Weiterer Mangel: Umweltauslobung ohne ausreichende Information oder konkrete Fundstelle auf dem Produkt (hier: „Enthält über 15 % Mandelöl, das Farmer*innen im Westjordanland und die Bodengesundheit in der Region unterstützt.“) 6) Laut Anbieter wird das Produkt ausgelistet. Es sei ab Sommer 2026 nicht mehr online und im Handel verfügbar. 7) Laut Anbieter ist das Produkt seit Mai mit neuer Tube, bei welcher Material eingespart wurde, verfügbar. 8) Laut Anbieter ist das Produkt seit Mai in einer neuen Tube mit Super Slim Cap sowie mit neuem Duft und neuer Formulierung erhältlich. Der Preis werde von 3,99 € auf 2,99 € gesenkt. 9) Laut Anbieter wurde das Produkt inzwischen ausgelistet und befinde sich im Abverkauf. Das Nachfolgeprodukt sei mit der EAN 4260755515174 und leicht geänderter Rezeptur bereits im Handel erhältlich. 10) Laut Anbieter wird derzeit die Rezeptur umgestellt. Die neue Ware mit dem EAN 4070308124506 werde unter der Bezeichnung Today Fuss- und Nagelbalsam Soft sowie neuem Layout ab August verfügbar sein. 11) Laut Hersteller wird die Rezeptur ab August/September auf eine Furocumarin-freie Rezeptur umgestellt, das Layout werde aktualisiert. 12) Laut Anbieter wurden die Angaben auf der Verpackung aufgrund der neuen EmpCo-Richtlinien angepasst, die Rezeptur bleibe unverändert. Das neue Produkt mit der GTIN 4070765015577 sei seit Juli verfügbar. 13) Laut Anbieter wurde die Rezeptur bezüglich des Duftes umgestellt, sodass dieser CMR-frei ist. Diese Rezeptur werde noch in diesem Jahr produziert und gelange in den Markt. 14) Laut Anbieter geht die Anwesenheit von Benzylalkohol auf den Rohstoff Benzyl Acetate zurück, der als Precursor vorliege. Die INCI-Angabe werde angepasst, die Aktualisierung erfolge mit der nächsten Warenproduktion. 15) Laut Anbieter wurden wesentliche Einschränkungen bzgl. des Anwenderkreises vorgenommen, zusätzliche Lagerungshinweise aufgenommen und die Haltbarkeitsdauer der Creme begrenzt.
 

Reinigungsmilch

* Laut Deklaration beziehungsweise Hersteller und/oder Anbieter. 
** Duftstoffe Citral, Citronellol, Eugenol, Farnesol und Geraniol deklariert, aber im Labor gemessener Wert unter der Deklarationsgrenze von 100 mg/kg. Gehalte von Duftstoffen können unter anderem je nach Alter und Zusammensetzung des Produkts schwanken. Citral, Citronellol, Eugenol, Farnesol und Geraniolallergiker sollten das Produkt vorsichtshalber nicht verwenden.
Fett gedruckt sind Mängel.
Anmerkungen: 1) Weiterer Mangel: synthetische Polymere als Kunststoffverbindungen (hier: Diadermine, Douglas, Louis Widmer: Carbomer; Garnier: Acrylates/C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer, Polyquaternium-53). 2) Weiterer Mangel: ein Umkarton, der aus unserer Sicht eine unnötige doppelte Verpackung darstellt. 3) Weiterer Mangel: Umweltauslobung ohne ausreichende Information oder konkrete Fundstelle auf dem Produkt (hier: „Formel an CO₂-neutralem Standort produziert“). 4) Laut Anbieter wird das Produkt seit Oktober 2025 nicht mehr produziert und nur noch abverkauft. 5) Laut Anbieter wird das Produkt abverkauft und seit Juli 2026 durch ein Produkt der Marke Jolea ersetzt. 6) Laut Anbieter ist das Produkt seit Juli 2026 nicht mehr erhältlich. 7) Laut Anbieter befindet sich das Produkt in der Überarbeitung. 8) Laut Anbieter ist das Produkt in Deutschland ausgelistet. 9) Laut Anbieter wird das Produkt voraussichtlich ab Oktober 2026 mit überarbeiteter Rezeptur und dem neuen EAN-Code 4070308158594 verfügbar sein. 10) Laut Anbieter wurde das Produkt mittlerweile auf eine 150-ml-Variante mit dem neuen EAN-Code 4311596025831 umgestellt. 11) Laut Anbieter ist das Produkt mittlerweile mit geändertem Layout und neu er GTIN 4067796254426 erhältlich.
 

Junior-Zahnpasta

 
* Laut Deklaration beziehungsweise Hersteller und/oder Anbieter.
Fett gedruckt sind Mängel.
Abkürzungen: ppm = parts per million (Milligramm pro Kilogramm).
Anmerkungen: 1) Weiterer Mangel: ein Umkarton, der aus unserer Sicht eine unnötige doppelte Verpackung darstellt. 2) Laut Anbieter wird der Artikel aus dem Sortiment genommen. 3) Laut Anbieter wird das Zahngel ab dem 3. Quartal ohne den Farbstoff CI42090 hergestellt, wodurch es nun transparent weiß und nicht mehr mintfarben ist. Zusätzlich werde auf recyceltes Tubenmaterial umgestellt. Das geänderte Produkt trage die neue GTIN 4070765006728. 4) Laut Anbieter erfolgt im 3. Quartal eine Designänderung, bei der u.a. das Sie gel „Rezeptur ohne Mikroplastik“ entfernt werde. Der Artikel habe den neuen EAN-Code 4011609014431. 5) Laut Anbieter wird der Artikel abverkauft. 6) Laut Anbieter wird das Produkt abverkauft und zwischenzeitlich auf die Marke „diadent“ umgestellt. 7) Der Anbieter legte uns einzelne Studien zur Wirksamkeit von Hydroxylapatit vor. 8) Laut Anbieter enthält das Produkt keine Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs, ein Kontakt des Produktes mit tierischem Material während des Herstellungsprozesses könne jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden.
 

Erdbeer-Fruchtchips

 
Die Erdbeeren stammen aus Ägypten, China und der Türkei. War da nicht was? Richtig, prekäre Arbeitsbedingungen. Zu denen schrieb die damalige Chefredakteurin Kerstin Scheidecker im Test Orangensaft in der Februar-Ausgabe 2024: „Umso wichtiger, dass sich offenbar immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher für gute und faire Arbeitsbedingungen in den Herkunftsländern ihrer Lebensmittel interessieren.“ In dieser Ausgabe bewertete Öko-Test, ob die Hersteller zum Beispiel faire Löhne zahlen. Das Ergebnis: „Bei den Arbeitsbedingungen auf den Orangenplantagen gibt es Luft nach oben. Nur ein Saft schafft ein `sehr gut´.“ Die Frage der Unternehmensverantwortung (CSR – Corporate Social Responsibility) spielte dann ein Jahr lang für Öko-Test eine große Rolle. Die Ergebnisse flossen zu 50 Prozent in das Gesamturteil ein. Daher darf man davon ausgehen, dass im aktuellen Test Erdbeer-Fruchtchips ein CSR-Test bei einigen Produkten für eine Abwertung und ein schlechteres Gesamturteil gesorgt hätte. Doch das Interesse des Blattes an CSR ist längst erloschen. Und die wachsende Zahl der Verbraucherinnen und Verbraucher, denen ÖKo-TEST verlässliche Informationen liefern sollte, ist der Redaktion offenbar egal. 
 
* Bezogen auf den Tagesbedarf von 20 Milligramm Vitamin C eines dreijährigen Kindes mit einer Portionsgröße von zwölf Gramm. Einstufung: ein gemessener Gehalt, der den Tagesbedarf bis 200 Prozent ausschöpft (in Tabelle: „hoch“); ein gemessener Gehalt, der den Tagesbedarf zu mehr als 200 Prozent ausschöpft (in Tabelle: „sehr hoch“).
** Laut Deklaration beziehungsweise Hersteller und/oder Anbieter.
Fett gedruckt sind Mängel.
Abkürzungen: EFSA = Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, BfR = Bundesinstitut für Risiko-bewertung.
Anmerkungen: 1) Weiterer Mangel: zu starke Abweichung des im Labor ermittelten Wertes vom deklarierten Zuckergehalt nach oben. 2) Weiterer Mangel: Werbung mit Selbstverständlichkeiten, wobei selbstverständliche Umstände als etwas Besonderes hervorgehoben werden, obwohl vergleichbare Produkte diese ebenso aufweisen (hier: Pumpkin, Freche Freunde, Krümel, Nutripur, Genuss Plus Kids, Seeberger, Farmer‘s Snack, Hoch Genuss, Nutripur Bio, Rewe Beste Wahl: „ohne Zuckerzusatz“, „ohne Zusatz von Zucker“ oder vergleichbare Formulierung; Hoch Genuss, Nutripur Bio: „Ohne Zusatz- und Konservierungsstoffe“ oder vergleichbare Formulierung; Pumpkin, Freche Freunde, Krümel: „Ohne Zusatzstoffe“; Babylove, Genuss Plus Kids: „Ohne Zusatz von Aromen“).“ 3) Laut Anbieter wird das Produkt voraussichtlich in den kommenden Monaten aus dem Sortiment ausscheiden. 4) Laut Anbieter werden Nährwertanalysen verschiedener aktueller Chargen beauftragt und die Deklaration auf der Verpackung entsprechend angepasst. 5) Laut Anbieter wird das Produkt nicht weiter produziert und in den nächsten Monaten nicht mehr auf dem Markt verfügbar sein. 6) Laut Anbieter wird seit Ende März 2026 (ab MHD 30.03.2027) ein neues Layout produziert. Das Produkt befinde sich mittlerweile schon auf dem Markt. Im neuen Layout seien die Auslobungen zur Umwelt und zum Zuckerzusatz entfernt, die Altersangabe ab 3 Jahren angepasst und die Herkunftskennzeichnung wiedereingeführt worden. 7) Laut Anbieter sind Änderungen im Gestaltungselement und der Rohwarenherkunft ab Sommer 2026 geplant. 8) Laut Anbieter wird die Angabe des Ursprungslandes seit Mai 2026 auf der Folie aufgedruckt. Laut Anbietergutachten der Rohware mit Chargenrückverfolgung zu der von uns untersuchten Charge wurden nur zwei Pestizide in Spuren nachgewiesen. 9) Laut Anbieter wird das Produkt durch einen Nachfolgeartikel, der aus 60 % gefriergetrockneten Bananenscheiben und 40 % gefriergetrockneten Erdbeerscheiben besteht, sukzessive ersetzt. 10) Laut Anbieter wurde die Angabe der Nährwertdeklaration, insbesondere des Zuckergehaltes, umgestellt und sei seit Juli 2026 schritt weise im Handel sichtbar. 11) Laut Anbietergutachten einer chargengleichen Probe wurde kein Pestizid nachgewiesen. 12) Laut Anbietergutachten einer chargengleichen Probe wurden nur 17 Pestizide im Spurenbereich nachgewiesen. Laut Anbieter ist das Produkt auch in einer Bio-Variante sowohl online, als auch im stationären Handel erhältlich. Da es zum Zeitpunkt unseres Einkaufs laut Anbieter Lieferengpässe gab, konnten wir das Produkt für unseren Test nicht berücksichtigen.